Los geht's
Advertising Media and Forms and their Perception by Children (7-12)
Marken- und Produktwerbung nutzt eine Vielzahl von Medien wie Zeitungen, Radio, Fernsehen oder Websites, um Bedürfnisse und Interessen zu wecken. Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Formen der Werbung, welche für Kinder zwischen 7 und 12 Jahren von Bedeutung sind:
Online-Werbung
Auf Websites gibt es Werbebanner, die Farbeffekte, Töne oder wechselnde Inhalte verwenden. In sozialen Netzwerken wird Werbung in der Regel in personalisierter Form zwischen den Beiträgen oder am Rand der Seite angezeigt, während audiovisuelle Werbeclips in Videos vor- und nachgeschaltet werden. In sozialen Netzwerken gibt es bestimmte Formen von Werbung, die absichtlich so gestaltet sind, dass sie nicht sofort als Werbung erkannt werden. Sie scheinen Teil des Inhalts/Newsfeeds zu sein und haben nur ein Kleingedrucktes, auf dem zum Beispiel "gesponsert" steht.
In sozialen Netzwerken wie YouTube, TikTok, Instagram und Pinterest gibt es bestimmte Personen, die als Influencer*innen bezeichnet werden und in der Regel für bestimmte Marken, Dienstleistungen usw. werben. Diese Werbung wird möglicherweise nicht ausdrücklich als solche gekennzeichnet und selbst Erwachsene können verwirrt sein, ob dies Teil des Contents oder Werbung ist. Auch auf YouTube gibt es ähnliche Werbestrategien, wie sie in den sozialen Netzwerken verwendet werden.
Es gibt auch die beliebte Praxis des 'Unboxing', bei der Influencer*innen ihre Einkäufe bzw. zugesendete Packete vor laufender Kamera auspacken. Auch das ist eine Form der Werbung, wenn bestimmte Marken die Influencer*innen dafür bezahlen, dass sie ihre Waren auspacken.
Werbung in Apps
In kostenlosen Apps findet man oft Werbung in Form von eingeblendeten Bildern, als aufgenommene Videos oder als kleine Werbebanner. Die kostenpflichtigen Vollversionen sind in der Regel werbefrei. Eine andere Form der Werbung in Apps sind die so genannten "In-App-Käufe" oder "In-App-Artikel". Das bedeutet, dass zum Beispiel in einer kostenlosen Spiele-App zusätzliche Materialien gekauft werden können, mit denen der Spieler das Ziel des Spiels schneller erreichen kann. Während große Werbung in Apps wie Banner, Videos oder Pop-ups in der Regel durch Unterschiede in Aussehen und Inhalt identifiziert werden können, sind entsprechende Kaufempfehlungen für In-App-Artikel in der Regel nur durch sorgfältiges Lesen der Nachricht zu erkennen und werden daher von Kindern oft nicht eindeutig als Werbung wahrgenommen.
Bei der Auswahl von Apps für Kinder sollte daher darauf geachtet werden, dass sie frei von Werbung sind. Kinder empfinden die Unterbrechung durch Werbefenster, z.B. während eines Games, meist als störend. Schwerwiegender sind jedoch die Risiken, die mit In-App-Käufen verbunden sind. Einerseits könnten Kinder digitale Angebote erwerben und dafür bezahlen, ohne es zu merken und ohne die Zustimmung ihrer Eltern. Andererseits besteht die Gefahr, dass die Werbung ungeeignete Themen präsentiert.
Darüber hinaus gibt es noch die „klassischen“ Werbeformen, wie Fernsehwerbung, Print- und Plakatwerbung und Radiowerbung. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie im Kit@-Kurs über Werbung, den wir im Abschnitt Ressourcen verlinkt haben, oder in unserem Kurs über Werbung für Kinder von 2 bis 6 Jahren.
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Wie Kinder Werbung erkennen und benennen können
Im Alter von 7 bis 12 Jahren können Kinder beginnen, Werbung zu erkennen. Es gibt ein paar hilfreiche Kennzeichen zur Identifizierung von z.B. Fernsehwerbung:
- die audiovisuellen Einblendungen am Anfang und am Ende des Werbeblocks,
- das Nennen von Produkt- und Markennamen oder
- das fehlende Senderlogo, das während der Werbepause nicht angezeigt wird.
Online-Werbung kann beispielsweise durch folgende Anzeichen erkannt und vom eigentlichen Inhalt unterschieden werden:
- Preisangaben,
- Abbildungen von Produkten und Marken,
- Kaufaufforderungen und Etiketten mit den Begriffen "Anzeige" oder "Werbung", "ad"
Die gebräuchlichsten Werbestrategien, mit denen die Werbetreibenden und Marketingagenturen Kinder erreichen möchten, sind:
Das Bedürfnis nach Stimulation. Kindergehirne sehnen sich nach Stimulation und reagieren stark darauf. Wenn etwas aufregend ist, nehmen sie es zur Kenntnis.
Der Wunsch, sich zu engagieren. Kinder lernen durch Erfahrung, nicht durch Vorträge, weshalb Games und Apps, Wettbewerbe und andere interaktive Spielereien einsetzen, um ihre Aufmerksamkeit zu erregen und zu halten.
Das Verlangen nach einer emotionalen Verbindung. Kinder in diesem Alter sind nicht ganz rational. Sie lieben ein bestimmtes Kleid, sie müssen ein bestimmtes Spielzeug unbedingt haben, sie sind besessen von einem bestimmten Game. Werbetreibende verwenden Strategien, die Emotionen bei den Kindern wecken, damit sich Kinder mit einem Produkt besonders identifizieren.
Wenn Sie mehr über die verschiedenen Werbeformen erfahren möchten und wie bereits jüngere Kinder diese erkennen können, dann lesen Sie die Artikel „#Ad - Alles Werbung oder was?“ und „InfluencerInnen – Das verbirgt sich hinter den Idolen aus dem Internet“, die wir in unserem Ressourcenbereich verlinkt haben. Die Videos „Die Macht der Influencer“ und „Influencer*inne: Warum sind sie so bliebt?“ beleuchten das Phänomen der Influncer*innen-Werbung noch einmal genauer.
Unter dem Link „Werbebeispiele beleuchten“ finden Sie zu den verschiedenen Werbeformen anschauliche Beispiele, die sich auch super dazu eignen auf ihrem Elternabend gezeigt zu werden.
Im Video „Der Werbe-Check“ werden nochmal die verschiedenen Werbestrategien vorgestellt. Diese können ebenfalls hilfreich sein, Werbung besser zu erkennen, wenn man sie verstanden hat.
Übung
Die folgenden Fragen und Gedankenanregungen können den Kindern vorgelegt werden, damit sie anfangen, gründlicher über Werbung um sie herum nachzudenken. Sie könnten sich selbst und den Eltern an Ihrem Elternabend diese Fragen stellen, um das Thema weiter zu vertiefen:
1. Was ist Werbung?
- Eine Botschaft (Text, Ton, Video, Bild), die mich über ein Produkt, eine Dienstleistung, ein Ereignis usw. informiert.
- Eine Nachricht (Text, Ton, Video, Bild), die mich auffordert, etwas zu kaufen.
- Eine Nachricht (Text, Ton, Video, Bild), die nicht als Werbung gekennzeichnet werden darf.
- Alle der oben genannten Punkte
Denken Sie an Werbung in verschiedenen Medien und suchen Sie nach diesen Botschaften.
2. Ist das wahr?
- Alle Lebensmittel, für die geworben wird, sind gute Lebensmittel.
- Alle Produkte, für die geworben wird, sind notwendig.
- Jedes Produkt, das beworben wird, ist ein Qualitätsprodukt.
- Jedes Game, für das Werbung gemacht wird, ist interessant.
- Ist jeder beworbene Zeichentrickfilm für Kinder geeignet?
- Ist jedes beworbene Videospiel für Kinder geeignet?
3. Andere Fragen, die sich auf die Werbung beziehen:
- Wo begegnet man Werbung und was ist ihr Zweck?
- Was ist der Unterschied zwischen verschiedenen Arten von Medien?
Was Sie in diesem Kurs lernern
- You'll be able to know the different characteristics of advertisements in different forms of media.
- You'll be able to distinguish advertising media and forms of advertising from each other
- You can name and describe common advertising strategies.
- You'll be able to list features that make it possible to recognise advertising
- You can name the importance of online advertising in this age group.
Tipps für MediaParent-Berater*innen
Um den Werbedruck zu verringern, kann es helfen, mit Kindern über ihre Erfahrungen mit Werbung zu sprechen. Emotionale Aspekte wie Wünsche, Frustration oder das Gefühl, gestört zu werden, können angesprochen werden, um die Verarbeitung von Werbeeindrücken zu unterstützen. Geben Sie den Eltern während Ihres Elternabends Tipps, wie sie mit ihren Kindern ein Gespräch über Werbung beginnen können. Sie könnten z.B. spielerisch mit ihren Kindern dokumentieren, wie oft sie sich bei einer bestimmten Mediennutzung durch Werbung gestört fühlen. Sie könnten z.B. spielerisch mit ihren Kindern dokumentieren, wie oft sie sich bei einer bestimmten Mediennutzung durch Werbung gestört fühlen. Während sie online sind, könnten sie bei jeder Werbeunterbrechung einen Aufkleber auf eine Zeitleiste kleben. Mit Hilfe der Zeitleiste werden die Dauer der Nutzung und alle Werbeunterbrechungen visualisiert, und es regt die Diskussion über das Thema Werbung an. Dasselbe könnte man auch tun, wenn man sich etwas auf Youtube anschaut oder sogar beim Schmökern in einer Kinderzeitschrift - wie viele Seiten Werbung enthalten und was damit bezweckt wird.
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