Los geht's
Frau in [...] hält schwarze und rote Kamera, Foto von Jessica Lynn Lewis aif Pexels, CC BY 3.0
Es gibt verschiedene Wege, die man in der Medienerziehung gehen kann. Einer ist der, Kindern den Umgang mit Medien und den Konsum von Medien verantwortungsvoll und sicher zu vermitteln.
Ein anderer Weg ist es, Medien als Werkzeug zur Produktion von eigenen Medienprodukten zu nutzen, was wiederum einen kritischen und verantwortungsbewussten Medienumgang fördert. Digitale Medien werden hier als Ausdrucks- und Gestaltungmittel genutzt. Durch das selbstständige Experimentieren mit Medien können Kinder an ihrer sozialen Umwelt teilhaben und sie lernen, wie Medien genutzt werden können, um z.B. Informationen und die eigene Meinung zu veröffentlichen. Sie werden von reinen Medienkonsumenten*innen zu aktiven Produzenten*innen.
Eltern haben so die Möglichkeit das Bedürfnis der Kinder zu erfüllen etwas mit digitalen Medien zu machen und das aktive, kreative Tun ihrer Kinder zu fördern. Bei der kreativen Medienarbeit trifft Digital auf Analog.
Am Ende dieses Moduls haben Sie als zukünftige*r MediaParent-Berater*in die Lernerfahrungen von Kindern durch kreative Medienarbeit verstanden und können Eltern viele tolle Ideen für zu Hause an die Hand geben.
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Auch mit jüngeren Kindern sind bereits zahlreiche Möglichkeiten vorhanden Medien aktiv und kreativ einzusetzen. Dazu zählt z.B. das Fotografieren, das Erstellen von Videos oder Stop-Motion-Filmen.
Was lernen Kinder durch kreative Medienarbeit?
Durch den eigenen und phantasievollen Einsatz von Medien lernen Kindern zum einen wie Medien funktionieren, was sie beabsichtigen und wie sie sie beeinflussen. Zum anderen können sie Medien direkt erleben. Durch das eigenständige Fotografieren erfahren Kinder z.B., dass Medien nur einen Ausschnitt aus der Realität zeigen oder beim Produzieren eines einfachen Trickfilms, dass nicht alles was im Fernsehen gezeigt wird, real ist.
Foto, Audio, Video, Stop-Motion und Coding für jüngere Kinder
Im „Interaktiven Handbuch für Medienerziehung in der Vorschulerziehung“ ab S. 102 auf der rechten Seite erfahren Sie spannende Hintergrundinformationen, App-Empfehlungen und praktische Anwendungsmöglichkeiten aktiver und kreativer Mediennutzung in den Bereichen Foto, Audio, Video, Stop-Motion und Coding, welche auch schon von kleineren Kindern umgesetzt werden können. Das Handbuch richtet sich vorranging an Erzieher*innen aus Kita und Hort. Das Wissen ist jedoch für Sie als zukünftige*n MediaParent-Berater*in genauso nutzbar.
Für die Umsetzung in die Praxis finden Sie unter dem Link „Praxisbeispiele für Pädagog*innen und zu Hause“ viele tolle Ideen und Beispiele, die besonders für jüngere Kinder geeignet sind.
Digital-analoge Outdoor-Aktivitäten
Fast all die bereits aufgezeigt Möglichkeiten lassen sich wunderbar mit Aktivitäten draußen an der frischen Luft verbinden. Eltern können ihre Kinder während des Sonntagsspaziergangs beispielsweise Kleintiere suchen und fotografieren lassen oder die Produktion des Stop-Motion-Films wird einfach in den Garten verlagert. Digitale Schnitzeljagden, sogenannte Actionbounds, sorgen ebenfalls dafür, dass auch den Kleinsten in der Familie nicht langweilig wird. Im Video „Outdoor- Apps für Kinder und die ganze Familie“ finden Sie weitere Tipps, die Sie Eltern für Ihre digital-analoge Freizeitgestaltung mit nach Hause geben können.
Übung
Der kreativen Medienarbeit sind keine Grenzen gesetzt und die Möglichkeiten fast unendlich. Wir können Ihnen hier nur ein paar erste Ideen mit an die Hand geben.
- Welche kreativen Aktivitäten mit Medien fallen Ihnen noch ein, die besonders für jüngere Kinder geeignet sind? Erstellen Sie sich eine individuelle Sammlung an Ideen für kreative Medienarbeit in der Familie.
- Versuchen Sie mit eigenen Worten wiederzugeben, was Kinder durch den aktiven und kreativen Medieneinsatz lernen.
Was Sie in diesem Kurs lernern
- Sie sind in der Lage, zu reflektieren, wie kreative Medienarbeit definiert wird und was darunter zu verstehen ist.
- Sie sind in der Lage, die Vorteile der kreativen Medienarbeit bei der Förderung der Medienkompetenz zu erläutern.
- Sie sind in der Lage, zu beschreiben, welche Lernmöglichkeiten sich aus der kreativen Medienarbeit ergeben.
- Sie sind in der Lage, Ideen für kreative Medienarbeit zu beschreiben und eigene Ideen zu entwickeln.
- Sie sind in der Lage, Empfehlungen für die Umsetzung zu Hause zu formulieren.
Tipps für MediaParent-Berater*innen
Als zukünftige*r MedienParent-Berater*in haben Sie in diesem Modul sicherlich eine Menge eigener Ideen für kreative Medienarbeit entwickeln können. Fördern Sie diesen Ideenreichtum auch auf Ihrem Elternabend.
Bringen Sie verschiedene Apps, wie Stop-Motion Studio oder Pic Collage, mit und lassen Sie die Eltern diese selbst ausprobieren. Das macht Spaß und baut Hemmungen ab, diese im Alltag auch zu nutzen.
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